Steckdosenheizungen

Steck­do­sen­hei­zun­gen sind Heiz­ge­rä­te zum Betrieb an einer Steck­do­se. Hier möch­ten wir auf eine beson­de­re Bau­art ein­ge­hen, wel­che oft auch als Mini- oder Han­dy-Hei­zung bezeich­net wird. Es han­delt sich dabei um klei­ne Heiz­ge­rä­te, wel­che direkt in die Steck­do­se gesteckt wer­den und ohne Anschluss­ka­bel aus­kom­men. Sol­che Gerä­te eig­nen sich sehr gut für klei­ne Räu­me, fürs Cam­ping oder zur Unter­stüt­zung der nor­ma­len Hei­zungs­an­la­ge. Hier beschrei­ben wir Ihnen, was Sie über Mini-Hei­zun­gen wis­sen und was Sie beim Kauf beach­ten sollten. 

Was genau ist eine Steckdosenheizung?

Streng nach Defi­ni­ti­on ist jede Hei­zung eine Steck­do­sen­hei­zung, wel­che an eine ganz gewöhn­li­che Haus­halts­steck­do­se ange­schlos­sen wird, zum Bei­spiel Heiz­lüf­ter und Heiz­strah­ler. In der All­tags­spra­che wer­den sie in der Regel auch so genannt. 

Steck­do­sen­hei­zung hat sich als Bezeich­nung für Heiz­ge­rä­te durch­ge­setzt, wel­che ohne Kabel direkt an der Steck­do­se betrie­ben wer­den. Der Ste­cker ist inte­griert, so wie bei vie­len elek­tri­schen Insek­ten­fal­len für die Steckdose. 

Mini-Hei­zung oder Han­dy-Hei­zung sind wei­te­re Bezeich­nun­gen für Steckdosenheizungen. 

Sie schlie­ßen das Gerät an der Steck­do­se an. Sie funk­tio­niert wie ein nor­ma­ler Heiz­strah­ler oder ‑Lüf­ter, nur eben klei­ner und weni­ger Leis­tungs­stark. Die meis­ten Gerä­te haben eine Leis­tungs­fä­hig­keit von 300 bis 500 Watt. Zum Behei­zen eines gro­ßen Rau­mes ist das zu wenig, was auch dar­an liegt, dass Steck­do­sen­hei­zun­gen in der Regel nur bis zu 40 Grad Cel­si­us errei­chen, wohin­ge­gen ein rich­ti­ger Heiz­strah­ler deut­lich hei­ßer wer­den und somit den Raum schnel­ler auf­hei­zen kann. 

Wann ist eine Steckdosenheizung sinnvoll?

Eine klei­ne, nicht beson­ders ener­gie­ef­fi­zi­en­te Hei­zung mit beschränk­tem Wir­kungs­be­reich, war­um soll­te jemand so etwas kaufen? 

Nun, als Allein­hei­zung ist eine Steck­do­sen­hei­zung nicht beson­ders gut geeig­net, aber für klei­ne Räu­me, die sel­ten genutzt wer­den, sind sie qua­si ide­al. Ange­nom­men, Sie gehen in Ihren Werk­zeug­kel­ler, um etwas zu repa­rie­ren. Um Ener­gie zu spa­ren ist die Hei­zung meis­tens aus, wenn über­haupt eine vor­han­den ist. Dann kön­nen Sie sich an die Werk­bank set­zen und neben sich die Steck­do­sen­hei­zung ein­schal­ten. In kur­zer Zeit ist es ange­nehm warm. 

Oder Sie haben ein Gäs­te-WC, wel­ches Sie übli­cher­wei­se nicht benut­zen und daher nicht behei­zen. Wenn spon­tan Besuch kommt, kön­nen Sie die Steck­do­sen­hei­zung anschlie­ßen, damit es dort gemüt­lich warm wird. 

Sie kön­nen sie auch gegen kal­te Füße ein­set­zen. Wenn Sie am Schreib­tisch sit­zen und kal­te Füße haben, kann Ihnen eine Steck­do­sen­hei­zung schnell Wär­me spenden. 

Sehr gut geeig­net ist sie auch fürs Cam­ping. Das Gerät ist leicht zu ver­stau­en und ide­al geeig­net, um einen Wohn­wa­gen zu behei­zen, wenn es kei­ne ande­re Heiz­mög­lich­keit gibt. 

Ist eine Steckdosenheizung eine Alternative zu Heizstrahlern?

Das kommt ganz auf den Ein­satz­zweck an. Zum punk­tu­el­len Behei­zen, wie in den Bei­spie­len, ist eine Steck­do­sen­hei­zung super. Nach­tei­lig ist jedoch, dass sie nicht beson­ders Ener­gie­ef­fi­zi­ent ist. 

Ein mobi­les Heiz­ge­rät ist nicht sehr viel teu­rer und dabei deut­lich leis­tungs­stär­ker. Mit so einem Heiz­strah­ler kön­nen Sie auch grö­ße­re Räu­me recht schnell auf­hei­zen und ver­brau­chen dabei auch noch weni­ger Ener­gie. Nur ist so ein elek­tri­sches Heiz­ge­rät halt klar grö­ßer als eine Steck­do­sen­hei­zung. In einem klei­nen Gäs­te-WC steht es ver­mut­lich nur im Weg. 

Zusam­men­fas­send kann man sagen, dass eine Steck­do­sen­hei­zung auf­grund ihrer Mobi­li­tät und Grö­ße ide­al dafür ist, rela­tiv klei­ne Räu­me, die nicht regel­mä­ßig gebraucht wer­den, schnell auf eine ange­neh­me Tem­pe­ra­tur zu brin­gen. Im Dau­er­be­trieb ist der Strom­ver­brauch aber zu hoch, da lohnt es sich eher, einen Heiz­strah­ler zu ver­wen­den, auch wenn die Anschaf­fungs­kos­ten höher sind. Für den län­ge­ren Betrieb oder die Behei­zung grö­ße­rer Räu­me ist ein Heiz­strah­ler deut­lich bes­ser geeignet. 

Was gilt es beim Kauf einer Steckdosenheizung zu beachten?

Die rich­ti­ge Steck­do­sen­hei­zung fin­den Sie, indem Sie Ihre Ansprü­che for­mu­lie­ren und nach dem Gerät suchen, wel­ches das meis­te davon erfüllt. Wie vie­le Heiz­pro­gram­me brau­chen Sie? Brau­chen Sie eine Timer-Funk­ti­on? Wie warm soll die Hei­zung wer­den und wie groß soll­te der Wir­kungs­be­reich sein? 

Das Letz­te­ren angeht, emp­feh­len wir Ihnen, sich das Gerät im Fach­han­del vor­füh­ren zu las­sen. Oft wird mit einem Wir­kungs­be­reich von teils über 20 m² gewor­ben. Dabei han­delt es sich meis­tens aber um gemes­se­ne Labor­wer­te. In der Rea­li­tät berich­ten vie­le Kun­den aber, dass sie die Hei­zwir­kung nur inner­halb von etwa fünf Metern gespürt haben. Mit der Zeit ver­teilt sich die Wär­me aber immer mehr, es kann eben eine gan­ze Wei­le dau­ern, bis ein kom­plet­ter Raum wohl­tem­pe­riert ist. 

Selbst­ver­ständ­lich soll­ten Sie nur Steck­do­sen­hei­zun­gen mit einer Abschalt­au­to­ma­tik kau­fen. Das Gerät soll­te sich abschal­ten, sobald die Ziel­tem­pe­ra­tur erreicht ist und sich wie­der anschal­ten, wenn es wie­der küh­ler wird. Das spart Strom und sorgt zugleich dafür, dass die Hei­zung nicht überhitzt. 

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Fak­tor ist die Laut­stär­ke. Bil­li­ge Model­le haben oft auch bil­li­ge Lüf­ter ver­baut. Die­se nei­gen schnell dazu, unan­ge­nehm laut zu wer­den. Wenn Sie für die Repa­ra­tur aus dem Bei­spiel drei Stun­den benö­ti­gen, ist es ver­mut­lich sehr ner­vig, wenn es neben Ihnen durch­ge­hend summt und brummt. 

Soll­ten Sie die Steck­do­sen­hei­zung in Feuch­träu­men ver­wen­den wol­len, muss das Gerät dafür geeig­net sein. Im Gäs­te-WC ist es meis­tens tro­cken, im Gegen­satz zur Wasch­kü­che oder dem Badezimmer. 

Zu guter Letzt bleibt noch der Geruch. Wir emp­feh­len Ihnen, eine Steck­do­sen­hei­zung mit einem Heiz­ele­ment aus Kera­mik zu kau­fen. Ansons­ten pas­siert fol­gen­des: Die küh­le Luft wird ange­saugt, inklu­si­ve Staub und sons­ti­ger Par­ti­kel, die in der Luft schwe­ben. Die­se Par­ti­kel wer­den durch das Heiz­ele­ment gebla­sen, wobei sie in die­sem ver­brannt wer­den. Das kann ganz schön stin­ken. Hin­zu kommt der Staub, der sich wäh­rend des Nicht­be­triebs im Heiz­ele­ment ange­sam­melt hat. Bei Kera­mik pas­siert so etwas in der Regel nicht.