Eine dau­er­haft erhöh­te Luft­feuch­tig­keit besteht in pri­va­ten Haus­hal­ten nor­ma­ler­wei­se kaum. Ist ein Bade­zim­mer dau­ernd feucht, sind elek­tri­sche Luft­ent­feuch­tungs­ge­rä­te kei­ne Dau­er­lö­sung. Im Han­del gibt es eine Alter­na­ti­ve zu elek­trisch betrie­be­nen Gerä­ten, näm­lich Luft­ent­feuch­ter ohne Strom. Bei die­sen Gerä­ten ist ein Gra­nu­lat ent­hal­ten, wel­ches der Luft Feuch­tig­keit ent­zieht.

Sind die Räu­me jedoch sehr groß und extrem feucht, emp­fiehlt sich ein Ent­feuch­ter mit Gra­nu­lat nicht, da er nicht wir­kungs­voll genug wäre. Luft­ent­feuch­tungs­ge­rä­te machen im All­ge­mei­nen nur dann Sinn, wenn der Raum rela­tiv klein ist. Der Ein­satz eines Luft­ent­feuch­ters lohnt sich nicht nur, um Wän­de und Decken, son­dern auch Gegen­stän­de in dem Raum, die beson­ders emp­find­lich sind, vor Schä­den durch hohe Luft­feuch­tig­keit und Schim­mel­be­fall zu schüt­zen.

Räu­me, die ent­feuch­tet wer­den soll­ten, sind z.B. Vor­rats­kam­mern, Räu­me in denen Klei­der­schrän­ke ste­hen und Räu­me in denen sich Kis­ten mit wert­vol­len Gegen­stän­den befin­den. Auch bei wert­vol­len Bil­dern muss man vor­sich­tig sein.

Warum werden Luftentfeuchter ohne Strom verwendet?

Eine star­ke Feuch­tig­keits­bil­dung ist meist über die Win­ter­mo­na­te gewähr­leis­tet. Sie fin­det vor allem in Gar­ten­häu­sern, Wohn­wa­gen, Autos oder Feri­en­häu­sern statt. Bereits im Früh­jahr merkt man einen muf­fi­gen Geruch, vor allem bei Tex­ti­li­en. Oft macht sich auch Schim­mel breit. In die­sem Fall machen sich Luft­ent­feuch­ter ohne Strom bezahlt.

Das Gra­nu­lat kann an die Grö­ße des Rau­mes ange­passt wer­den. Je grö­ßer der Raum oder das Fahr­zeug ist, umso mehr Gra­nu­lat wird zum Ent­feuch­ten benö­tigt. Ist die Feuch­tig­keits­ent­wick­lung stark, dann kann man durch­aus mit einem Kilo­gramm Gra­nu­lat pro 10 m² rech­nen. Die Anwen­dungs­dau­er beträgt dann meist cir­ca 3 Mona­te. Man kann in einem Raum auch meh­re­re Ent­feuch­ter auf­stel­len. Es ist folg­lich nicht not­wen­dig, in einen etwas grö­ße­ren Raum rie­si­gen Luft­ent­feuch­ter mit meh­re­ren Kilo­gramm Gra­nu­lat zu stel­len. Man kann pro­blem­los meh­re­re klei­ne­re Luft­ent­feuch­ter an Stel­len im Raum posi­tio­nie­ren, an denen sie optisch und prak­tisch nicht stö­ren.

Vorteile von einem Luftentfeuchter ohne Strom

Ver­fügt ein Raum über eine hohe Luft­feuch­tig­keit (Luft­feuch­tig­keits­mess­ge­rä­te), macht es auf jeden Fall Sinn, die­sen zu ent­feuch­ten. Denn es stei­gert das Wohl­be­fin­den für Mensch und Tier. Gera­de für All­er­gi­ker ist eine hohe Luft­feuch­tig­keit nicht ange­nehm, da die­se sehr durch­aus emp­find­lich reagie­ren.

Außer­dem kann durch einen Luft­ent­feuch­ter Schim­mel­bil­dung ver­hin­dert wer­den. Die Schim­mel­spo­ren kön­nen sich erst gar nicht in der Luft ver­tei­len. Schim­mel sorgt näm­lich für Ent­zün­dun­gen und Erkran­kun­gen und löst Atem­pro­ble­me aus. Der Luft­ent­feuch­ter ist vor allem bei Men­schen mit Asth­ma beliebt, denn die Atem­we­ge wer­den weni­ger belas­tet, wodurch das Atmen deut­lich leich­ter ist.

Der Ent­feuch­ter kann viel­sei­tig ein­ge­setzt wer­den. Zu einem der häu­figs­ten Orte zählt z. B. der Kel­ler. Denn er ist ein schlecht iso­lier­ter Wohn­raum, aber auch in Bädern und Räu­men mit Was­ser­scha­den bringt der Luft­ent­feuch­ter eini­ge Vor­tei­le. Auch das Auto kann von innen ent­feuch­tet wer­den. So wird das Beschla­gen der Schei­ben redu­ziert, bzw. sogar besei­tigt. Schlech­te Gerü­che im Auto wer­den redu­ziert, z. B. bei Rau­chern. So kön­nen z. B. Old­ti­mer schön erhal­ten blei­ben, oder auch Motor­rä­der oder ande­re Fahr­zeu­ge. Dies betrifft auch Maschi­nen, die unter einer Schutz­pla­ne ein­ge­la­gert wer­den oder zur Über­win­te­rung in einem Raum abge­stellt sind. Mit einem Luft­ent­feuch­ter ohne Strom kann Schim­mel effek­tiv und ein­fach ver­mie­den wer­den. Oft kommt der Ent­feuch­ter auch bei Cam­ping­aus­flü­gen zum Ein­satz.