Elektrischer Luftentfeuchter — Ratgeber

Wenn in einem Raum eine zu hohe Luft­feuch­tig­keit besteht, wird es frü­her oder spä­ter zu Pro­ble­men kom­men.

Ins­be­son­de­re Schim­mel lässt sich in einer feucht-war­men Umge­bung nicht ver­mei­den. Wenn die­ser dann erst ein­mal Möbel, Wän­de und Decken befal­len hat, wird es schnell ganz schön teu­er. Vie­le stel­len sich dann die Fra­ge: Brau­che ich einen strom­lo­sen oder elek­tri­schen Luft­ent­feuch­ter und wel­chen Luft­ent­feuch­ter soll­te ich kau­fen?

Kri­te­ri­en, die ein guter Luft­ent­feuch­ter erfül­len soll­te:

  • Dual­zäh­ler
  • Abtau­au­to­ma­tik
  • Effi­zi­enz­klas­se A oder B
  • Min­des­tens 2 Jah­re Garan­tie
  • Hygro­stat Rege­lung — Bei Unter­schrei­tung der ein­ge­stell­ten Luft­feuch­te auto­ma­ti­sches abschal­ten

Wozu braucht man einen elektrischen Luftentfeuchter?

luftentfeuchter wassertropfen ansammlung

Die Bau­sub­stanz der Häu­ser und Woh­nun­gen wur­de in letz­ter Zeit des Öfte­ren an die gestie­ge­nen Bedürf­nis­se und höhe­ren Ener­gie­kos­ten ange­passt. Oben­drein wur­den neue gesetz­li­che Bestim­mun­gen beach­tet und somit ein bes­se­rer Wär­me­schutz gewährt. Da zur Däm­mung in vie­len Fäl­len unge­eig­ne­te Mate­ria­li­en ver­wen­det wer­den, kann es zur Schim­mel­bil­dung kom­men. Heu­te besteht das größ­te Pro­blem bei den Fens­tern. Die meis­ten Fens­ter errei­chen höhe­re Dämm­wer­te als die Wän­de, jedoch kommt es trotz­dem ver­mehrt zum Schim­mel­be­fall.

 

Der Grund hier­für ist recht ein­fach: Schim­mel­po­ren befin­den sich über­all in der Luft und kön­nen beson­ders gut über­le­ben, wenn die Luft­feuch­tig­keit hoch ist. Kleis­ter, Tape­te und Leim­far­be stel­len den per­fek­ten Nähr­bo­den für Schim­mel dar. Es fehlt dem­nach nur noch ein biss­chen Feuch­tig­keit und schon wach­sen die Pil­ze und Sie wer­den schließ­lich Fle­cken an den Wän­den ent­de­cken.

Wie Sie sehen, hat die Moder­ni­sie­rung nicht nur Vor­tei­le. Sicher­lich ist es wich­tig, Häu­ser und Woh­nun­gen zu iso­lie­ren, um Ener­gie zu spa­ren und die Wär­me effek­tiv zu nut­zen. Auf der ande­ren Sei­te fin­det dadurch jedoch ein ver­rin­ger­ter Luft­aus­tausch statt, durch den mehr Luft­feuch­tig­keit län­ger in den Räu­men bleibt. Allei­ne die­se Ent­wick­lung spricht schon oft dafür einen elek­tri­schen Luft­ent­feuch­ter zu kau­fen.

Jetzt dür­fen Sie aller­dings nicht die Ner­ven ver­lie­ren, son­dern soll­ten ein­fach die Ursa­che besei­ti­gen. Die Luft kann selbst­ver­ständ­lich nicht besei­tigt wer­den, aller­dings gibt es ande­re Lösungs­we­ge. Dem Schim­mel muss sein Nähr­bo­den genom­men wer­den, aller­dings nicht indem Tape­te und Leim ent­fernt wird. Luft spei­chert eine gewis­se Men­ge an Was­ser­dampf. Sobald die Tem­pe­ra­tur ansteigt, wird mehr Was­ser­dampf gespei­chert. Frü­her oder spä­ter kann jedoch kein Was­ser­dampf mehr auf­ge­nom­men wer­den, was als Tau­punkt bezeich­net wird. Wenn die­ser unter­schrit­ten wird, beginnt der Was­ser­dampf sich als Kon­den­sat nie­der­zu­schla­gen. Im Haus sind das meis­tens küh­le Stel­len im Raum, wie Decken oder Fens­ter­lai­bun­gen. Damit es erst gar nicht zur Schim­mel­bil­dung kommt, soll­ten Sie sich einen elek­tri­schen Luft­ent­feuch­ter kau­fen. Die­ser wird über­schüs­si­ge Feuch­tig­keit aus der Luft ent­fer­nen.

Die optimale Raumfeuchtigkeit

Um die Luft­feuch­tig­keit zu bestim­men, kann ein Hygro­me­ter benutzt wer­den. Hier­bei ist ledig­lich wich­tig, dass ein sol­ches Gerät regel­mä­ßig kali­briert wird. Dies­be­züg­lich ist eine Schrau­be auf der Rück­sei­te des Gerä­tes zu fin­den. Das Hygro­me­ter muss in ein feuch­tes Hand­tuch gewi­ckelt wer­den, bis der Zei­ger auf 95% steht. Die rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit soll­te in Wohn­räu­men nie unter 30% und nie über 70% lie­gen.

Wie funktioniert ein Raumluftentfeuchter?

Es wer­den zwei Arten von Luft­ent­feuch­tern unter­schie­den: Einer­seits gibt es den Kon­dens- und ande­rer­seits den Absorp­ti­ons­trock­ner. Ers­te­rer arbei­tet ähn­lich wie ein Kühl­schrank. Ein Käl­te­mit­tel sorgt dafür, dass Feuch­tig­keit in einem Raum kon­den­siert und in einem Behäl­ter gesam­melt wird. Die­se Art von Ent­feuch­tern kön­nen wir ins­be­son­de­re für pri­va­te Ein­satz­be­rei­che oder bei Bau­sa­nie­run­gen emp­feh­len. Sie soll­ten aller­dings nur in Räu­men benutzt wer­den, die aus­rei­chend beheizt wer­den kön­nen.

Soll der Raum­luft­ent­feuch­ter in Räu­men arbei­ten, in denen es meis­tens nicht so warm ist, wie bei­spiels­wei­se Kel­ler- oder Lager­räu­me, eig­net sich ein Absorp­ti­ons­trock­ner in der Regel eher. Hier­bei wird der Luft mit Hil­fe von Tro­cken­mit­tel die Feuch­tig­keit ent­zo­gen. Über einen Abluft­schlauch wird die­se dann ein­fach nach drau­ßen trans­por­tiert. Nach­teil die­ser Metho­de ist, dass der Luft­trock­ner recht viel Strom frisst. Aus die­sem Grund soll­te zunächst über­prüft wer­den, ob der Raum nicht ent­spre­chend auf­ge­heizt und somit ein Kon­dens­ent­feuch­ter benutzt wer­den kann.

Den passenden Raumentfeuchter finden

Fak­to­ren wie Umge­bungs­tem­pe­ra­tur, Raum­grö­ße, Luft­feuch­te und Raum­hö­he müs­sen bei der Aus­wahl eines elek­tri­schen Luft­ent­feuch­ters auf jeden Fall beach­tet wer­den. Nur dann kön­nen opti­ma­le Ergeb­nis­se erzielt wer­den. Oben­drein müs­sen Sie sich fra­gen, ob Son­der­funk­tio­nen erwünscht sind bzw. gebraucht wer­den. Die Leis­tung des Gerä­tes soll­te immer an die Grö­ße des Rau­mes ange­passt wer­den, da andern­falls kein zufrie­den­stel­len­des Ergeb­nis erzielt wer­den kann.

Funk­tio­nen, die kei­nes­falls feh­len soll­ten, sind bei­spiels­wei­se das Hygro­stat, das die Luft­feuch­tig­keit auto­ma­tisch auf den gewünsch­ten Grad regelt. Wei­ter­hin soll­te ein Über­lauf­schutz vor­han­den sein, der das Gerät auto­ma­tisch abschal­tet, wenn es mit Was­ser voll­ge­lau­fen ist. Zur Doku­men­ta­ti­on der Ein­satz­stun­den und des Strom­ver­brauchs befin­den sich an vie­len Gerä­ten Dual­zäh­ler.

Der Raum­luft­fil­ter soll­te unbe­dingt aus­tausch­bar sein, da ein regel­mä­ßi­ger Aus­tausch unab­ding­bar ist. Für Kon­den­s­trock­ner ist die Abtau­au­to­ma­tik wich­tig. Soll­te die Raum­tem­pe­ra­tur sin­ken und kein effek­ti­ves Arbei­ten mehr mög­lich sein, wird der Ver­damp­fer auto­ma­tisch ent­eist. Wei­ter­hin kön­nen zwei Mög­lich­kei­ten der Was­ser­ab­füh­rung sinn­voll sein.

Fazit: Ein elektrischer Luftentfeuchter kann jede Menge Ärger ersparen

Wenn Sie sich einen elek­tri­schen Luft­ent­feuch­ter kau­fen, kön­nen Sie sich womög­lich jede Men­ge Ärger und Kos­ten erspa­ren. Durch die­ses ein­fa­che Prin­zip kön­nen Sie nicht nur ihre Räu­me frisch hal­ten, son­dern auch etwas für Ihre Gesund­heit tun. Schim­mel­bil­dung kann All­er­gi­en her­vor­ru­fen und ist gene­rell nicht gut für die Atem­we­ge sowie das all­ge­mei­ne Wohl­erge­hen. Oben­drein wer­den hohe Kos­ten und viel Arbeit ent­ste­hen, wenn sich erst ein­mal Schim­mel in einem Raum gebil­det hat. Wenn Sie unse­re Ent­schei­dungs­kri­te­ri­en beach­ten, wer­den Sie beim Kauf mit Sicher­heit kei­ne Fehl­ent­schei­dung tref­fen.

 

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen auf heimluft.de:

-> Luft­ent­feuch­ter ohne Strom

-> Gra­nu­lat zum Luft­ent­feuch­ten

-> Luft­ent­feuch­ter fürs Auto

-> Luft­be­feuch­ter für die Woh­nung