Wäh­rend einer Bau­pha­se kann es immer wie­der dazu kom­men, dass bei­spiels­wei­se frisch ver­putz­te Wän­de nicht rich­tig abtrock­nen.

Spe­zi­ell in den Herbst- und Win­ter­mo­na­ten mit häu­fi­gen Nie­der­schlä­gen ist die Luft­feuch­tig­keit oft so hoch, dass ein Trock­nen der Wän­de schwie­rig ist. Eine ande­re Mög­lich­keit ist ein Was­ser­scha­den, wobei das in das Mau­er­werk ein­ge­drun­ge­ne Was­ser viel zu lang­sam aus­trock­net und die Gefahr besteht, dass sich Schim­mel bil­det. Dage­gen hel­fen Bau­ent­feuch­ter.

Bau­ent­feuch­ter:

Wie funktioniert so ein Gerät?

Was­ser, das sich in den Wän­den sam­melt, wird erst dann abtrock­nen, wenn die Umge­bungs­luft der Mau­ern eine gerin­ge­re Luft­feuch­tig­keit auf­weist als das Mau­er­werk. Wenn dies auf natür­li­chem Wege nicht oder nur lang­sam funk­tio­niert, muss das Kli­ma in die­sem betref­fen­den Raum künst­lich ver­än­dert wer­den. Dazu wird der Raum zuerst beheizt, wenn nicht gera­de som­mer­li­che Tem­pe­ra­tu­ren herr­schen. Ide­al sind Tem­pe­ra­tu­ren über 20 Grad Cel­si­us. Dadurch wei­ten sich die Luft­mo­le­kü­le aus und kön­nen ver­mehrt Was­ser auf­neh­men.

Jetzt kommt der elek­trisch betrie­be­ne Bau­ent­feuch­ter ins Spiel. Über eine Ansaug­vor­rich­tung zieht der Ent­feuch­ter die Raum­luft an und lei­tet die­se über einen Kon­den­sa­ti­ons­trock­ner, der die in der Luft befind­li­che Feuch­tig­keit mit­hil­fe eines Käl­te­mit­tels abschei­det und in einem Behäl­ter sam­melt. Danach wird die nun tro­cke­ne Luft wie­der in den Raum gebla­sen. Dadurch ent­steht ein tro­cke­nes Raum­kli­ma, das die Feuch­tig­keit in den Wän­den zwingt, nach außen zu wan­dern, wo sie vom Ent­feuch­ter auf­ge­nom­men wird. Die­ser soge­nann­te Osmo­se-Pro­zess wird solan­ge fort­ge­setzt, bis eine Mes­sung einen akzep­ta­blen Feuch­tig­keits­wert der Wän­de anzeigt.

Welches ist der richtige Bauentfeuchter?

Die Gerä­te sind auf unter­schied­li­che Raum­vo­lu­men abge­stimmt. Neben Ent­feuch­tern, die direkt in den Räu­men auf­ge­stellt wer­den, kom­men gera­de bei Bau­sa­nie­run­gen zen­tra­le Ent­feuch­ter zum Ein­satz, die über Ansaug­schläu­che die feuch­te Luft an meh­re­ren Punk­ten gleich­zei­tig anzie­hen. Wich­tig bei allen Gerä­ten sind bestimm­te Funk­tio­nen wie etwa ein Über­lauf­schutz, der das Gerät bei einem vol­len Was­ser­be­häl­ter abschal­tet.

Bau­ent­feuch­ter loh­nen sich auf jeden Fall, denn Schim­mel­bil­dung durch feuch­te Wän­de kann noch lan­ge nach einem Was­ser­scha­den oder unge­nü­gen­der Putz­trock­nung auf­tre­ten.