Luftbefeuchter

Nicht nur zu feuch­te Luft kann schäd­lich sein, son­dern auch zu tro­cke­ne Luft. Ist die Raum­luft zu tro­cken, kann ein Luft­be­feuch­ter hel­fen. Das Pro­blem bei zu tro­cke­ner Luft ist, dass sie wirk­lich unan­ge­nehm wer­den kann, sie kann zu tro­cke­ner sowie gereiz­ter Haut und bren­nen­den Augen füh­ren. Zudem trock­nen die Schleim­häu­te in den Atem­we­gen aus, wodurch Erkäl­tun­gen und Krank­hei­ten begüns­tigt wer­den. Beson­ders All­er­gi­ker und Asth­ma­ti­ker haben bei zu tro­cke­ner Luft häu­fig gro­ße Pro­ble­me. In die­sem Rat­ge­ber ver­ra­ten wir Ihnen alles, was Sie über die ver­schie­de­nen Arten von Luft­be­feuch­tern und ihre Funk­ti­ons­wei­se wis­sen müs­sen sowie, für wel­che Per­so­nen und Situa­tio­nen sich Luft­be­feuch­ter am bes­ten eig­nen.

Welche Vorteile bietet ein Luftbefeuchter?

Exper­ten emp­feh­len eine Luft­feuch­tig­keit zwi­schen 40 und 60 Pro­zent. Zu hohe Luft­feuch­tig­keit birgt die Gefahr von Schim­mel­bil­dung. Schim­mel­pil­ze sind sehr gefähr­lich für den mensch­li­chen Orga­nis­mus. Aber auch zu gerin­ge Luft­feuch­tig­keit führt schnell zu Pro­ble­men. Auch die­se betref­fen über­wie­gend Ihre Gesund­heit.

Fol­gen­des kenn Sie sicher: Es ist Win­ter. Es wird immer nur kurz gelüf­tet, damit die Woh­nung nicht zu kalt wird. Statt­des­sen läuft die Hei­zung, die Luft wird warm und tro­cken. Ihre Haut wird tro­cken. Ihre Augen sind reiz­ba­rer als sonst und fan­gen schnel­ler an, unan­ge­nehm zu bren­nen. Sie füh­len sich weni­ger aktiv, dafür aber müder und abge­spann­ter, es fällt ihnen fast noch schwe­rer, sich zu kon­zen­trie­ren, als an den hei­ßes­ten Som­mer­ta­gen. Außer­dem ist Ihr Hals oft gereizt, Mund und Nase sind auch unan­ge­nehm tro­cken. Vor allem die Nase bleibt meist zumin­dest nicht lan­ge tro­cken, da eine Erkäl­tung schnell für ordent­li­chen Durch­fluss sorgt. Wenn Sie All­er­gi­en oder Asth­ma haben, geht es Ihnen im Schnitt ver­mut­lich schlech­ter als in der wär­me­ren Zeit des Jah­res.

Sie müs­sen nicht alle Sym­pto­me aus dem Eff­eff ken­nen und wenn Sie gar nichts wie­der­erken­nen, kön­nen Sie ruhig an die­ser Stel­le auf­hö­ren zu lesen, es sei denn, Sie inter­es­sie­ren sich all­ge­mein für das The­ma Luft­be­feuch­tung.

Die kör­per­li­chen Beschwer­den, also die tro­cke­ne Haut und die tro­cke­nen und gereiz­ten Schleim­häu­te, sind das Resul­tat zu gerin­ger Luft­feuch­tig­keit. Es wird schlicht­weg zu wenig Feuch­tig­keit zuge­führt bzw. dem Kör­per geht davon zu viel ver­lo­ren. Das führt unwei­ger­lich dazu, dass die Schleim­häu­te, wel­che eine schüt­zen­de Funk­ti­on haben, aus­trock­nen. Das wie­der­um führt zu eben die­sen bren­nen­den Augen und der tro­cke­nen Haut. Was die Atem­we­ge anbe­langt gibt es sogar noch grö­ße­re Pro­ble­me. Die Abwehr­funk­ti­on der Schleim­häu­te ist stark ein­ge­schränkt. Viren und Bak­te­ri­en, die nor­ma­ler­wei­se abge­tö­tet oder abtrans­por­tiert wer­den, haben leich­tes Spiel. Sie wer­den also viel schnel­ler krank als gewöhn­lich.

Beson­ders hart trifft es Asth­ma­ti­ker und All­er­gi­ker. Asth­ma­ti­ker haben sowie­so schon ein Pro­blem mit den Atem­we­gen. Ist die Luft dann auch noch beson­ders tro­cken, zie­hen sich die­se ver­stärkt zusam­men und die Sauer­stoff­auf­nah­me ist zusätz­lich ein­ge­schränkt, was zu häu­fi­ge­ren und stär­ke­ren Asth­ma­an­fäl­len füh­ren kann und es in der Regel auch tut. Haus­staub­all­er­gi­kern geht es auch schlech­ter. Die Luft ist tro­cken und kühl. Wenn die Hei­zung läuft, steigt mit der tro­cke­nen Hei­zungs­luft ver­mehrt Staub auf und führt zu einer teils dras­tisch erhöh­ten Belas­tung.

Ein Raum­luft­be­feuch­ter wirkt all­dem ent­ge­gen. Er gibt Feuch­tig­keit an die Luft ab und sorgt für ein ange­neh­mes Luft­kli­ma. Die Schleim­häu­te blei­ben feucht und fei­ne Was­ser­tröpf­chen neh­men dem Staub wort­wört­lich die Luft weg. Das Was­ser ver­drängt den Staub und sorgt damit für eine gerin­ge­re Staub­kon­zen­tra­ti­on und dem­nach für weni­ger Beschwer­den bei All­er­gi­kern.

Welche Arten von Raumluftbefeuchtern gibt es?

Wenn Sie sich im vor­he­ri­gen Abschnitt unse­res Rat­ge­bers wie­der­ge­fun­den haben, den­ken Sie mög­li­cher­wei­se über den Kauf eines Luft­be­feuch­ters nach. Falls der Dis­coun­ter um die Ecke gera­de Luft­be­feuch­ter im Ange­bot hat, blei­ben Sie trotz­dem bit­te bei uns, denn obwohl jeder Luft­be­feuch­ter grund­le­gend nur die Auf­ga­be hat, Feuch­tig­keit an die Luft abzu­ge­ben, gibt es ein paar Din­ge zu beach­ten. Luft­be­feuch­ter ist eben nicht gleich Luft­be­feuch­ter. Der rich­ti­ge Luft­be­feuch­ter kann Ihr Leben berei­chern. Das fal­sche Modell hin­ge­gen kann sogar für wei­te­re Pro­ble­me sor­gen. Nach­fol­gend erläu­tern wir Ihnen die vier unter­schied­li­chen Arten von Raum­luft­be­feuch­tern sowie deren Vor- und Nach­tei­le.

Verdunster

Ver­duns­ter sind die güns­tigs­ten und ein­fachs­ten Luft­be­feuch­ter. Grund­le­gend han­delt es sich dabei um einen Was­ser­be­häl­ter, der an einem Heiz­kör­per ange­bracht wird. Im unte­ren Bereich befin­det sich eine Fil­ter­mat­te. Die­se saugt sich mit Was­ser voll. Wenn die Hei­zung läuft ver­duns­tet das Was­ser und die Feuch­tig­keit wird an die Raum­luft abge­ge­ben. Beson­ders vor­teil­haft hier­bei ist, dass Ver­duns­ter sehr güns­tig zu haben sind. Es gibt selbst im Preis­rah­men von weni­ger als zehn Euro zahl­rei­che Model­le. Für um die 20 Euro bekom­men Sie bereits brauch­ba­re Sets, in denen sich gleich meh­re­re Ver­duns­ter befin­den.

Ein wei­te­rer Vor­teil ist, dass Ihnen so gut wie kei­ne lau­fen­den Kos­ten ent­ste­hen. Der Ver­duns­ter arbei­tet nur, wenn die Hei­zung an ist. Strom oder eine sons­ti­ge Ener­gie­quel­le wird nicht benö­tigt. Sie müs­sen nur von Zeit zu Zeit die Fil­ter­mat­te aus­tau­schen. Die Fil­ter­mat­te ist stän­dig nass, sie trock­net in der Regel nie voll­kom­men aus, es sei denn, Sie fül­len kein Was­ser nach. Wenn die Mat­te dau­er­haft feucht ist, kön­nen sich Kei­me, Bak­te­ri­en oder Schim­mel­spo­ren bil­den, die mit dem ver­duns­te­ten Was­ser in die Raum­luft gelan­gen. Einen Satz Fil­ter­mat­ten bekom­men Sie für weni­ge Euro und kom­men damit eine gan­ze Wei­le aus.

Es ist auch kaum mög­lich, den Raum zu über­feuch­ten. Über­feuch­ten bedeu­tet, dass die Raum­luft so viel Feuch­tig­keit ent­hält, dass sich an Wän­den, Decken oder Möbeln Schim­mel bil­den kann. Nach­tei­lig ist hin­ge­gen, dass Sie die Luft­feuch­tig­keit nicht rich­tig regu­lie­ren kön­nen. Für star­ke All­er­gi­ker ist ein Ver­duns­ter im Win­ter weni­ger geeig­net. Soll die Raum­luft kon­stant auf einem bestimm­ten Feuch­tig­keits­ni­veau gehal­ten wer­den, soll­ten Sie eine ande­re Art von Luft­be­feuch­ter kau­fen. Wenn Sie nur leich­te Beschwer­den haben oder sich nur ein all­ge­mein etwas feuch­te­res Raum­kli­ma wün­schen, ist ein Ver­duns­ter eine gute und sehr güns­ti­ge Mög­lich­keit.

Zerstäuber

Das Funk­ti­ons­prin­zip eines Zer­stäu­bers wird durch den Namen fast von selbst erklärt. Es han­delt sich dabei um einen Was­ser­be­häl­ter mit einem Zer­stäu­ber, der das Was­ser in Form von fei­nen, nebel­ar­ti­gen Tröpf­chen an die Raum­luft abgibt. Die Düsen eines Zer­stäu­bers ver­brau­chen wenig Ener­gie, so wenig, dass sie von den elek­trisch betrie­be­nen Luft­be­feuch­tern die mit Abstand gerings­ten Betriebs­kos­ten ver­ur­sa­chen.

Da der Zer­stäu­ber elek­trisch betrie­ben wird, befeuch­tet er die Luft unab­hän­gig davon, ob die Hei­zung an oder aus ist. Somit kann auch die Luft­feuch­tig­keit bes­ser an die eige­nen Wün­sche ange­passt wer­den. Die­se bei­den Vor­tei­le spre­chen, zusam­men mit dem rela­tiv güns­ti­gen Anschaf­fungs­preis, für den Zer­stäu­ber.

Aller­dings ist nichts in der Welt per­fekt, sodass es auch ein paar Nach­tei­le gibt. Wenn Sie es selbst noch nicht aus­pro­biert haben, soll­ten Sie es im nächs­ten Som­mer mal machen: Wenn es heiß ist, neh­men Sie eine Sprüh­fla­sche, wie sie zum Bei­spiel für Zim­mer­pflan­zen gibt, stel­len die Düse auf Zer­stäu­bung bzw. Nebel, rich­ten sie auf Ihr Gesicht und betä­ti­gen den Hebel. Ohne dass Sie wirk­lich nass wer­den, dürf­ten Sie sich sofort erfrischt und abge­kühlt füh­len.

Das glei­che Prin­zip greift lei­der auch bei Luft­be­feuch­tern. Der fei­ne Sprüh­ne­bel kühlt die Luft, sodass Sie ggf. mehr hei­zen müs­sen und somit mehr Ener­gie ver­brau­chen. Ein wei­te­rer Nach­teil ist, dass die Raum­luft in der Regel nicht das gesam­te Was­ser auf­neh­men kann und sich um das Gerät her­um ein leicht feuch­ter Nie­der­schlag bil­det. Wenn Sie einen Zer­stäu­ber direkt neben eine Tape­te oder auf einen Schrank stel­len, kann er dar­an Feuch­tig­keits­schä­den ver­ur­sa­chen.

Zudem müs­sen Sie dar­auf ach­ten, die Düsen regel­mä­ßig zu war­ten, damit die­se nicht ver­kal­ken. Oder Sie neh­men destil­lier­tes Was­ser. Aber selbst damit kom­men Sie nicht umher, den Luft­be­feuch­ter regel­mä­ßig gründ­lich zu rei­ni­gen. Wenn Was­ser ein paar Tage lang steht, kön­nen sich Kei­me und Bak­te­ri­en bil­den, wel­che in die Raum­luft gelan­gen kön­nen. Es reicht dabei nicht, den Behäl­ter immer wie­der aus­zu­lee­ren und neu zu befül­len. Bak­te­ri­en, Pilz­kei­me etc. kön­nen sich auch in feins­ten Ris­sen oder Uneben­hei­ten ansam­meln. Aber das gilt im Grun­de für alle Gerä­te, die über einen Was­ser­tank ver­fü­gen. Hier ist nur wich­tig zu beden­ken, dass das Was­ser nicht erwärmt wird. Da es kei­ne Hit­ze gibt, die Bak­te­ri­en etc. abtö­ten könn­te, ist die Keim­ge­fahr höher als bei den ande­ren Luft­be­feuch­tern.

Ein Zer­stäu­ber eig­net sich, wenn Sie einen kos­ten­güns­ti­gen Raum­luft­be­feuch­ter suchen, der unab­hän­gig von der Hei­zung betrie­ben wer­den kann. Sie benö­ti­gen ledig­lich einen geeig­ne­ten Auf­stell­ort, damit es an Möbeln und Tape­ten nicht zu Feuch­tig­keits­schä­den kommt. Wenn Sie sehr anfäl­lig für Kei­me sind oder den War­tungs­auf­wand scheu­en, soll­ten Sie sich viel­leicht nach einem Ver­duns­ter umse­hen oder nach ande­ren Model­len suchen, bei denen das Was­ser erhitzt wird.

Dampfluftbefeuchter

Ein Dampf­luft­be­feuch­ter, auch Ver­damp­fer genannt, erhitzt das Was­ser und gibt den Was­ser­dampf an die Luft ab. Es gibt zwei unter­schied­li­che Vari­an­ten von Dampf­luft­be­feuch­tern. Eine funk­tio­niert ähn­lich wie ein Was­ser­ko­cher, bei der ande­ren wird Gleich­strom durch das Was­ser gelei­tet, wodurch es eben­falls erhitzt wird. Bei­de Metho­den haben jedoch gemein, dass der Strom­ver­brauch im Ver­gleich recht hoch ist. Da sich bei­de Vari­an­ten ledig­lich in der Art unter­schei­den, wie das Was­ser erhitzt wird, wird nach­fol­gend nicht spe­zi­fi­scher dar­auf ein­ge­gan­gen.

Ein gro­ßer Vor­teil eines Ver­damp­fers ist, dass die Hit­ze einen Groß­teil der mög­li­chen Bak­te­ri­en abtö­tet. Die Gefahr, dass sich mit dem Was­ser Bak­te­ri­en, Viren etc. in der Luft ver­tei­len, ist bei die­sen Gerä­ten beson­ders klein. Auch ver­fü­gen die­se Gerä­te über kei­ne fei­nen Düsen, die auf­wän­dig zu rei­ni­gen sind. Die War­tung ist daher ein­fa­cher als bei Ultra­schall- oder Zer­stäu­ber-Luft­be­feuch­tern. Ein wei­te­rer Vor­teil ist, dass sich Was­ser­dampf sehr gut ver­brei­tet, wodurch sich die­se Art Luft­be­feuch­ter sehr gut auch für gro­ße Räu­me eig­net.

Der größ­te Vor­teil eines Dampf­luft­be­feuch­ters ist zugleich lei­der auch sein grö­ßer Nach­teil. Bekann­ter­ma­ßen ist Was­ser­dampf sehr heiß. Wenn Sie klei­ne Kin­der im Haus haben, soll­ten Sie so ein Gerät nie­mals auf dem Boden oder an ande­ren leicht erreich­ba­ren Orten auf­stel­len, da der Was­ser­dampf zu schlim­men Ver­brü­hun­gen und Ver­bren­nun­gen füh­ren kann. Auch wenn Sie Haus­tie­re haben soll­ten Sie ggf. eine ande­re Tech­no­lo­gie in Betracht zie­hen, damit der Luft­be­feuch­ter – salopp gespro­chen – nicht ver­se­hent­lich Ihre Kat­ze düns­tet.

Bei einem Ver­damp­fer soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass Sie den Betrieb gut regu­lie­ren kön­nen. Idea­ler­wei­se ver­fügt so ein Gerät über Sen­so­ren, mit­tels derer es sich selbst regu­lie­ren kann. Wenn Sie den Luft­be­feuch­ter näm­lich zu inten­siv ein­set­zen, besteht die Gefahr, dass die Luft über­feuch­tet. Soll­te das pas­sie­ren, droht Schim­mel­bil­dung an Wän­den, Decken und Möbeln. Die Ver­damp­fung sorgt dafür, dass sich schnell Kalk­ab­la­ge­run­gen bil­den. Sie müss­ten das Gerät folg­lich regel­mä­ßig ent­kal­ken, sofern Sie kein destil­lier­tes Was­ser ver­wen­den.

Ein Ver­dampf­luft­be­feuch­ter eig­net sich sehr gut für die Luft­be­feuch­tung in gro­ßen Räu­men. Da die­se Gerä­te ver­hält­nis­mä­ßig pfle­ge­leicht sind, sind sie auch für jeden eine gute Wahl, der sich nicht zu inten­siv um die War­tung küm­mern möch­te. Wer anfäl­lig für Bak­te­ri­en etc. ist, trifft mit einem Ver­damp­fer eben­falls eine gute Wahl. Weni­ger geeig­net sind Ver­damp­fer für Haus­hal­te, in denen sich klei­ne Kin­der oder Haus­tie­re auf­hal­ten.

Ultraschall-Luftbefeuchter

Ein Ultra­schall-Luft­be­feuch­ter ist so etwas wie die High-Tech-Vari­an­te des Zer­stäu­bers. Per Ultra­schall bringt er die Was­ser­mo­le­kü­le zum Schwin­gen. Dabei ent­steht ein Nebel aus mikro­sko­pisch klei­nen Was­ser­tröpf­chen, wel­cher an die Raum­luft abge­ge­ben wird. Der gro­ße Vor­teil der Ultra­schall-Tech­no­lo­gie ist, dass Fre­quen­zen genutzt wer­den, die das mensch­li­che Ohr nicht wahr­neh­men kann. Folg­lich sind die­se Gerä­te beson­ders lei­se und auch für den Ein­satz im Kin­der­zim­mer geeig­net, wenn Sie auch nachts betrie­ben wer­den sol­len.

Für die Erzeu­gung der Ultra­schall­wel­len wird zudem nur wenig Ener­gie benö­tigt, der Strom­ver­brauch ist mit dem von Zer­stäu­bern ver­gleich­bar und liegt somit deut­lich unter dem von Dampf­luft­be­feuch­tern. Beson­ders schön ist auch, dass vie­le Ultra­schall-Luft­be­feuch­ter auch optisch etwas her­ma­chen. Sie sind ver­hält­nis­mä­ßig klein und oft­mals sind meh­re­re LEDs ver­baut, die den Nebel anstrah­len, was ein­fach nur cool aus­sieht.

Die Nach­tei­le sind die, die auch ein Zer­stäu­ber mit sich bringt. Durch den zar­ten Nebel kann die Raum­tem­pe­ra­tur abge­senkt wer­den, wodurch der Heiz­be­darf erhöht wird. Das Was­ser wird auch nicht erhitzt, wodurch Kei­me abge­tö­tet wer­den wür­den und die fei­nen Tröpf­chen kön­nen sich auf Möbeln nie­der­schla­gen. Der War­tungs­auf­wand ist ähn­lich hoch wie bei einem Zer­stäu­ber.

Ein Ultra­schall­be­feuch­ter eig­net sich sehr gut für Men­schen, für die ein Zer­stäu­ber in Fra­ge kommt, die aller­dings ein beson­ders lei­ses Gerät haben möch­ten, wel­ches zudem optisch anspre­chen­der ist. Solch ein Gerät kann auch pro­blem­los über die Nacht betrie­ben wer­den, die Geräu­sche sind so lei­se, dass sie selbst schla­fen­de Kin­der nicht stö­ren soll­ten. Wenn Sie ein Haus­tier haben, soll­ten Sie nur dar­auf ach­ten, ob das Tier die Ultra­schall­fre­quen­zen wahr­neh­men kann. Übli­cher­wei­se arbei­ten die Gerä­te im Fre­quenz­be­reich zwi­schen 1,8 und 2,4 Mega­hertz. Die­se Fre­quen­zen lie­gen weit über dem, was bspw. Hun­de oder Kat­zen wahr­neh­men kön­nen. Nach­prü­fen kann aber trotz­dem nie scha­den.

Luftbefeuchter kaufen – Was beachten?

Nach­dem Sie sich für eine Tech­no­lo­gie ent­schie­den haben, geht die Suche nach einem kon­kre­ten Modell los. Da, wie Sie wis­sen, Luft­be­feuch­ter nicht ein­fach Luft­be­feuch­ter sind, son­dern unter­schied­li­che Tech­no­lo­gi­en ver­wen­det wer­den, wird es nicht ver­wun­dern, dass es noch mehr Din­ge gibt, die Sie beim Kauf eines Luft­be­feuch­ters beach­ten soll­ten.

Einer der wich­tigs­ten Punk­te ist die Leis­tung. Bei Ver­dunstern brau­chen Sie dar­auf nicht zu ach­ten. Hier kommt es eher auf die Füll­men­ge an. Bei allen elek­trisch betrie­be­nen Luft­be­feuch­tern kommt es dar­auf an, dass die Leis­tung zu den zu befeuch­ten­den Räum­lich­kei­ten passt. Wenn Sie die Luft in Ihrem 20 qm gro­ßen Schlaf­zim­mer befeuch­ten möch­ten, ist ein Luft­be­feuch­ter, der für 40 qm aus­ge­legt ist, über­di­men­sio­niert. Wird der Befeuch­ter nicht rich­tig regu­liert, kann er die Luft schnell über­feuch­ten, so dass die Luft­feuch­tig­keit zu hoch wird und Schim­mel ent­ste­hen kann.

Unter­di­men­sio­niert soll­te er auch nicht sein. Möch­ten Sie Ihr 40 qm gro­ßes Wohn­zim­mer mit einem Luft­be­feuch­ter aus­stat­ten, soll­te er nicht nur für 20 qm aus­ge­legt sein. Das Gerät arbei­tet dann die gan­ze Zeit an der Leis­tungs­gren­ze und die Luft­feuch­tig­keit wird vor­aus­sicht­lich nicht den gewünsch­ten Wert errei­chen.

Die Art der Regu­lie­rung ist auch von grö­ße­rer Bedeu­tung. Man­che Gerä­te ver­fü­gen über eine Zeit­steue­rung. Hier kön­nen Sie ein­stel­len, wann bzw. wie lan­ge das Gerät lau­fen soll. Noch prak­ti­scher sind Gerä­te mit ein­ge­bau­tem Hygro­stat. Sie stel­len ein­fach die gewünsch­te Luft­feuch­tig­keit ein und der Luft­be­feuch­ter sorgt von selbst dafür, dass die­se erreicht und gehal­ten wird. Ist die gewünsch­te Luft­feuch­tig­keit erreicht, schal­tet er sich auto­ma­tisch ab. Sinkt sie unter den ein­ge­stell­ten Wert, schal­tet er sich wie­der ein und befeuch­tet die Luft.

Die­se Funk­ti­on ist vor allem bei hoch­prei­si­gen Model­len zu fin­den. Wenn Sie Geld spa­ren wol­len, kön­nen Sie auch ein Gerät mit Zeit­steue­rung neh­men und ein ein­fa­ches Hygro­stat für knap­pe 10 Euro kau­fen. Mit der Zeit ent­wi­ckeln Sie ein Gespür dafür, wie lan­ge das Gerät in etwa lau­fen muss, bis die Ziel­luft­feuch­tig­keit erreicht ist.

Die Grö­ße des Was­ser­tanks ist eben­falls nicht unwich­tig. Möch­ten Sie den Luft­be­feuch­ter auch die Nacht über lau­fen las­sen, soll­te natür­lich genü­gend Was­ser in den Tank pas­sen. Wenn Sie einen klei­nen Raum haben, brau­chen Sie kein Gerät mit einem rie­si­gen Tank. Der Tank soll­te so dimen­sio­niert sein, dass Sie ihn neu befül­len müs­sen, bevor das Was­ser so lan­ge dar­in steht, dass sich Kei­me oder Bak­te­ri­en bil­den kön­nen. Wenn der Luft­be­feuch­ter regel­mä­ßig in Betrieb ist, ist der Tank nor­ma­ler­wei­se spä­tes­tens nach weni­gen Tagen leer, sodass dies kein gro­ßes The­ma dar­stel­len soll­te.

Ach­ten soll­ten Sie auch dar­auf, dass das Gerät eine auto­ma­ti­sche Abschalt­funk­ti­on hat. Es soll sich abschal­ten, sobald der Was­ser­tank leer ist. Dadurch spa­ren Sie Strom und ris­kie­ren nicht, dass der Luft­be­feuch­ter über­hitzt. Wenn Sie zum Bei­spiel in den Urlaub fah­ren und ver­ges­sen soll­ten, den Luft­be­feuch­ter abzu­schal­ten, brau­chen Sie sich kei­ne Sor­gen zu machen, dass etwas pas­siert.

Ein wei­te­rer Fak­tor ist die Laut­stär­ke. Wenn Sie Ihren Luft­be­feuch­ter in Schlaf­räu­men betrei­ben wol­len, soll­te er mög­lichst lei­se sein. Für die­sen Fall bie­tet sich ein Ultra­schall-Luft­be­feuch­ter an, da die­se beson­ders lei­se arbei­ten. Kom­plett geräusch­los sind Ver­duns­ter, da die­se rein durch die Hei­zungs­wär­me betrie­ben wer­den.

Zu guter Letzt soll­ten Sie dar­an den­ken, dass Sie das Gerät regel­mä­ßig rei­ni­gen bzw. war­ten müs­sen. Ver­kalkt das Gerät, wird die Funk­ti­on ein­ge­schränkt und es bie­tet einen her­aus­ra­gen­den Nähr­bo­den für Kei­me und Bak­te­ri­en. Die­se kön­nen sich in den porö­sen Stel­len ein­nis­ten, sodass sie trotz regel­mä­ßi­gen Was­ser­aus­tau­sches gefähr­li­che Kei­me in der Luft haben kön­nen. Auch die ande­ren Kom­po­nen­ten soll­ten regel­mä­ßig gerei­nigt wer­den. Je leich­ter die Rei­ni­gung ist, des­to schnel­ler und sau­be­rer bzw. keim­frei­er geht es.

Las­sen Sie sich von der Sache mit den Kei­men aber bit­te nicht zu ver­rückt machen. Gefähr­lich wird es im Grun­de nur, wenn der Luft­be­feuch­ter län­ge­re Zeit nicht benutzt wird und sich Was­ser im Tank befin­det. Im Nor­mal­fall reicht kei­ne Tank­fül­lung so lan­ge, dass sich Kei­me im Was­ser bil­den kön­nen. Kei­me und Bak­te­ri­en bil­den sich erst nach gut zwei Wochen, und das auch nur, wenn es warm ist. Im Win­ter, wenn es kalt ist, ver­län­gert sich die­se Zeit. Bei regel­mä­ßi­ger und vor­schrifts­ge­mä­ßer Rei­ni­gung geht die Gefahr gegen Null. Um das Risi­ko zu mini­mie­ren, neh­men Sie kein Lei­tungs- son­dern destil­lier­tes Was­ser. Die­ses ent­hält kei­nen Kalk, wel­cher als Nähr­bo­den fun­gie­ren kann.

Fazit zu Raumluftbefeuchtern

Raum­luft­be­feuch­ter sind äußerst prak­tisch. Wenn die Luft im Win­ter sowie­so tro­cke­ner ist, da kal­te Luft weni­ger Was­ser auf­neh­men kann als war­me Luft, und zusätz­lich noch geheizt wird, ist das auf Dau­er äußerst unan­ge­nehm. Die Haut und Schleim­häu­te trock­nen aus, die Augen bren­nen und das Erkran­kungs­ri­si­ko steigt. Mit einem Luft­be­feuch­ter kön­nen Sie das ver­mei­den. Die Luft­feuch­tig­keit wird auf ein ange­neh­mes Maß gebracht und es lebt sich ein­fach ange­neh­mer in den eige­nen vier Wän­den.

Den rich­ti­gen Luft­be­feuch­ter zu fin­den ist gar nicht so schwer. Die ein­zel­nen Tech­no­lo­gi­en haben ihre eige­nen Vor- und Nach­tei­le, wel­che aber doch recht über­sicht­lich und ein­leuch­tend sind. Wenn Sie Kin­der oder Haus­tie­re haben, wäre ein Dampf­luft­be­feuch­ter kei­ne beson­ders gute Wahl. Güns­tig und effek­tiv sind Zer­stäu­ber. Ultra­schall-Luft­be­feuch­ter sind dazu noch beson­ders lei­se. Wenn Sie das Raum­kli­ma nur etwas mit Feuch­tig­keit unter­stüt­zen möch­ten, tut es auch ein kos­ten­güns­ti­ger Ver­duns­ter für die Hei­zung.

Dass Luft­be­feuch­ter krank machen ist ein Mythos, der sich wirk­lich tap­fer hält. Natür­lich ist da auch etwas dran. Wenn sich sowie­so schon Viren in der Luft befin­den, wer­den die­se durch die Luft­um­wäl­zung wei­ter ver­teilt. Das Anste­ckungs­ri­si­ko ist etwas höher. Bak­te­ri­en und Viren bil­den sich selbst erst nach meh­re­ren Wochen im Was­ser. Wer sei­nen Luft­be­feuch­ter nicht regel­mä­ßig rei­nigt oder ihn wochen­lang befüllt ste­hen­lässt, bevor er wie­der benutzt wird, braucht sich nicht wun­dern, wenn das Gerät Kei­me in die Luft bläst. Bei sach­ge­mä­ßer War­tung ist die­ses Risi­ko jedoch mini­mal. Eine gefähr­li­che Keim­quel­le ist ein Luft­be­feuch­ter, wel­cher ord­nungs­ge­mäß betrie­ben und gerei­nigt wird, nicht.

Bei allen Luft­be­feuch­tern ist es wich­tig, dass sie am rich­ti­gen Ort auf­ge­stellt wer­den. Beim Ver­duns­ter stellt sich die­se Fra­ge nicht, da er auf oder an der Hei­zung ange­bracht wird. Ihn anders­wo auf­zu­stel­len bringt nichts, da kön­nen Sie auch ein­fach einen Topf mit Was­ser in den Raum stel­len. Dampf­luft­be­feuch­ter soll­ten außer Reich­wei­te von Kin­dern und Tie­ren auf­ge­stellt wer­den. Sie soll­ten auch so ste­hen, dass der hei­ße Was­ser­dampf lang­fris­tig kei­ne Schä­den ver­ur­sacht.

Auf einem Schrank knapp unter der Decke wäre bei­spiels­wei­se ein schlech­ter Ort, da sich dort an der Decke leicht Schim­mel bil­den kann, wenn es dort stets feucht und heiß ist. Die ande­ren bei­den Arten von Luft­be­feuch­tern soll­ten nicht direkt neben Möbeln und Wän­den ste­hen, damit die Was­ser­tröpf­chen kei­ne Schä­den ver­ur­sa­chen kön­nen.

Natür­lich kön­nen Sie auch ein­fach ein paar Vor­sichts­maß­nah­men ergrei­fen und zum Bei­spiel die Wand neben dem Luft­be­feuch­ter mit soge­nann­ter Ele­fan­ten­haut bestrei­chen. Die­se ist trans­pa­rent und sorgt dafür, dass die Tape­te abwasch­bar ist. Damit wird sie durch den Sprüh­ne­bel nicht in Mit­lei­den­schaft gezo­gen.